Parkettverlegung auf Fußbodenheizung
Untergründe:
Normgerecht hergestellte Zementestriche, Anhydritestriche und Anhydrit-Fließestriche
Untergrundprüfung:
Den Unterboden vor der Verlegung gemäß DIN 18 356, 18 365 oder 18367 prüfen. Der Boden muss druck- und zugfest, rissefrei, ausreichend ritzfest, dauertrocken, eben, sauber und frei von Trennmitteln sein.
Maßnahmen vor der Verlegung:
Nach Herstellung des Heizestrichs ist dessen vollständige Austrocknung vor der Verlegung von elastischen, textilen oder Holzbelägen unbedingte Vorraussetzung
Im Gegensatz zu nicht beheizten Estrichen ist bei Heizestrichen eine Feuchtemessung wegen Beschädigungsgefahr des Heizsystems nicht zulässig durchführbar.
Auch wenn Messstellen zur Feuchtemessung ausgewiesen sind, ist zu bedenken, dass die Feuchteverteilung innerhalb des Heizestriches abhängig von der Konstruktion sehr inhomogen sein kann.
Das Austrocknen von Heizestrichen muss daher durch den nachfolgend beschriebenen Auf- und Abheizvorgang erfolgen
Auf- und Abheizen:
Liegezeit des Estrichs nach der Herstellung bis zum Beginn der ersten Aufheizmaßnahme:
- Zementestrich: mindestens 21 Tage
- Anhydrit(fließ)estrich: mindestens 14 Tage
Danach Erhöhung der Vorlauftemperatur bis zur maximalen Heizleistung in Schritten von täglich ca. 5°C.
Die maximale Vorlauftemperatur wird eine Woche lang ununterbrochen ohne Nachtabsenkung beibehalten.
Die Vorlauftemperatur wird täglich um ca. 5°C gesenkt
Die Heizung wird eine Woche lang abgeschaltet.
Die Vorlauftemperatur wird nochmals bis zur maximalen Heizleistung erhöht in Schritten von täglich ca. 5°C.
Nach Erreichen der Maximaltemperatur wird die Vorlauftemperatur um ca. 5°C täglich abgesenkt bis eine Vorlauftemperatur von ca. 25°C erreicht ist.
Die Bodenbeläge sind gemäß DIN 18 356, 18 365 bzw. 18 367 zu verlegen und zwar bei einer Oberflächentemperatur des Estrichs von 18°C bis 15°C
Nach Beendigung der Bodenbelagsarbeiten (d.h. nach der letzten Fertigstellungsmaßnahme, z.B. der Versiegelung eines Parkettbodens) ist die Oberflächentemperatur des Heizestrichs von 18°C bis 15°C eine weitere Woche einzuhalten.
Danach kann die Vorlauftemperatur um täglich 5°C bis auf Normalbetrieb erhöht werden.
Über die Auf- und Abheizvorgänge ist ein Maßnahmenprotokoll anzufertigen
Während der Auf- und Abheizphasen sind die Räume zu belüften und die Fußbodenfläche muss frei von Abdeckungen jeglicher Art sein.
Geeignete Bodenbeläge:
Parkett:
Mosaikparkett,
Hochkantlamellenparkett
10-mm-Massivparkett (bedingt),
Stabparkett,
Fertigparkett (schwimmend),
Holzpflaster (bedingt)
Es ist zu beachten, dass Holzböden auf Fußbodenheizungen stärkere Quell- und Schwindbewegungen zeigen als in zentral beheizten Räumen. So ist in den Heizperioden mit stärkerer Fugenbildung zu rechnen
Wärmedurchlasswiderstände
Bei Parkettstärken - Verlegeweisen auf Fußbodenheizung - nach Normblatt max. 0,17-
Stabparkett = 0,022m
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0,20 (Hartholz)
= 0,11
Mosaik= 0,008m
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0,20
= 0,04
FP geklebt= 0,014m
------------------
0,17
= 0,08
Fertigparkett schwimmend verlegt= + 4x Übergangswiederstand 0,04 =
+ 0,16
= 0,24
daraus ergibt sich eine verzögerte Erwärmung der Oberfläche
Haushaltfeuchte bei 1,3% bei Zementestrichen
Verlegung < 1,8% Estrichfeuchte
Haushaltfeuchte bei 0,3% bei Kunstharzestrichen
Verlegung < 0,5% Estrichfeuchte
Maßnahmenprotokoll